Verbindungen zwischen Kirchen und Glücksspiel

Viele Kirchen veranstalten, zum Beispiel bei Dorffesten oder beim Kirchencafé, Lotterien mit welchen sie den Unterhalt ihrer Kirchen und anderer Gebäude finanzieren. Aber auch andere Lotterien spenden meist einen Teil ihrer Erlöse an gemeinnützige Zwecke und auch hier können Kirchen profitieren. Einige Verbindungen zwischen Kirchen und Glücksspiel möchten wir hier auf dieser Seite aufzeigen.

St. Jakobuskirche in Ensdorf

Ein Beispiel für eine Zusammenarbeit zwischen Kirchen und Lotteriebetreibern ist die St. Jakobuskirche im bayrischen Ensdorf. Diese bedarf einer dringenden Renovation, insbesondere die eindrücklichen Kuppelfresken von Cosmas Damian Asam, die einen Einblick in den Allerheiligenhimmel geben, benötigen schnell Hilfe. Die Deutsche Stiftung Denkmalschutz hat jetzt hierfür von der Lotterie „GlücksSpirale“ eine Spende von 30000 Euro erhalten. Dieser Betrag wird ausreichen, um die Kirche und die Fresken wieder auf Vordermann zu bringen.

Katholische Kirche in Österreich

Auch die katholische Kirche in Österreich profitiert vom Glücksspiel. Sie ist nämlich Aktionär der Casinos Austria AG, welche Casinos und spiele Online spielautomaten kostenlos sowohl in Österreich als auch im Ausland betreibt. Gesamthaft hält die katholische Kirche, über die katholische Privatbank Schelhammer & Schattera, rund 10 Prozent der Glückspielfirma. Doch damit noch nicht genug; über dieselbe Bank hält die katholische Kirche auch einen Anteil von 9 % an den Aktien der Österreichischen Lotterien. Beide Anteile erwirtschaften für die katholische Kirche jedes Jahr eine Menge Geld.

Katholische Kirche in Italien

Den umgekehrten Weg ging ein Priester in Italien. Der Priester des Bistums Treviso erhielt keine Einnahmen vom Glücksspiel, sondern verspielte mehr als eine halbe Million Euro. Das Geld stammte aber nicht aus seiner eigenen Tasche, sondern aus Kirchenbesitz. Nach eigenen Angaben erhoffte er, so das Vermögen für die Kirche zu vergrößern, was aber offensichtlich nicht gelang. Die Folgen seiner missglückten Aktion muss er jetzt selbst tragen: Er wurde zu einer Haftstrafe von 2 Jahren verurteilt. Das dürfte Zeit genug sein, um nach besseren Einnahmequellen zu suchen.